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Der Schlängelweg


Wanderroute 463156 - powered by Wandermap 


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Karte von Leitmeritz



Ruine Kamaik vom Eisberg aus



Kunraditz



Schreckenstein



Fraschenbaude



Blick vom Zinkenstein



Netterskoppe



Kolmener Kippe - Turm steht noch Ghs. nicht mehr



Quaderberg



Binsdorf



Hainhübel



Krümmerbaude



Schrammsteine



Schandau



Titel Wegeverzeichnis



Beschreibung



Beschreibung



Beschreibung


Leitmeritz



Kamaik



Malitschen unter der Radebeule



Dubitz, Blick zur rechten Elbseite



Karte von Aussig



Zinkenstein



Tetschener Baude



Netterskoppe



Karte von Tetschen



Rosenkämme



Binsdorf



Belvedere



Krümmerbaude 2.



Schmilka



Wehlen



Beschreibung



Beschreibung



Beschreibung

Dieser alte Fernwanderweg entstand als Elbehöhenweg auf dem rechten Elbufer infolge einer Anregung des Wegemeisters Herrn Prof. Müller vom 10. April 1912 unter Federführung des Leitmeritzer Mittelgebirgsvereins.

 

Er führte von Leitmeritz (Litoměřice) über die rechtselbischen Höhenzüge etwa dem Verlauf des Elbtales folgend bis nach Wehlen und wurde später bis Pirna verlängert.

 

Das Wegzeichen war ein Blechschild mit aufgemaltem grünem Schlängel.

 

Es soll hier, wie bei anderen Wegebeschreibungen gelten, dass die deutsche Bezeichnung nun einmal dem deutschsprachigem Leser leichter von der Zunge geht als die tschechische und daher zuerst genannt wird. Die tschechischen Ortsnamen folgen in Klammern und dienen zur verlässlichen Orientierung im sehr genauen böhmischen Kartenmaterial. Übrigens empfehlen sich die Karten Nr. 11 und 12+13 vom KČT, sowie Böhm's Große Wanderkarte der Sächsischen Schweiz.

 

Vielleicht finden sich in der Zukunft erneut genug weitdenkende Wander- und Tourismusfreunde, die es ermöglichen, diesen einzigartigen Wanderweg erneut zum Leben zu erwecken! Beim Kammweg sind bereits Bestrebungen zur Reanimation im Gange. Kaum jemand hat heute noch Kenntnis vom Schlängelweg. Es scheint daher wichtig, bei Verbänden und Vereinen für eine Belebung dieses, ganz im Sinne des europäischen Gedankens, verbindenen Projektes zu werben. Und zu bieten hat unser Pfad schließlich allerhand!

 

Wollen wir nun den Verlauf des Schlängelweges beschreiben:

 

Ausgangspunkt ist Leitmeritz (Litoměřice), dann folgt der Pfaffenhof und der Aufstieg zur Radebeule (Radobýl). Ab hier gibt es zwei Varianten: eine Direkte über Knobloschka (Knobloška), die andere über Michelsberg (Michalovice), Groß-Tschernosek (Velké Žernoseky), Burgruine Radek (Hrádek) - dem Wächterberg der Böhmischen Pforte (Česká brána), und zur schönen Burgruine Kamaik (Kamýk).

Weiter folgen der Eisberg (Plešivec), dann der Radischken (Hradiště) bei Hlinai (Hlinná), Mentau (Mentourov), Kundratitz (Kundratice) und der Aarhorst (Varhošt') mit seinem Aussichtsturm und herrlichen Rundumblick.

 

Wir wandern entlang der Martinswand (Martinska Stena) und Winterberg, nach Tschersing (Čeřeniště), Nemschen (Němčí), den Quarklöchern (), Sedl (Sedlo), Malschen (Malečov), Salesl (Zálezly) bei Proboscht (Probošt), Sulloditz (Suletice), Plan (Pláně) und Planer Koppe () nach Saubernitz (Zubrnice).

Groß Priesen (Velké Březno) und die hiesige bekannte Brauerei lassen wir im Elbtal liegen, vielleicht liegt ja noch ein Gasthaus am Wege, das den schmackhaften Gerstensaft ausschenkt?

 

Es geht bergan nach dem ehemaligen Groß Zinken (Velké Štinkov), dem Zinkenstein (Buková hora) mit der noch bewirtschafteten Tetschener Baude und dem markantem Fernsehturm. Auf der Hochebene geht es über Reichen (Rychnov) nach Hortau (Lesna), wo man einen Abstecher zur Netterskoppe (ohne CZ Namen) machen kann - auch hier bestand früher eine Bergbaude.

 

Es geht über Steinbach (Kamená), Kolmen (Chlum) zur Kolmener Kippe mit einem Aussichtsturm und den kurz unterhalb gelegenen Resten der Baude. Wir steigen nun ab in die Altstadt (Staré Město) nach Tetschen (Děčín). Wenn man möchte, kann man sich in dieser schön gelegenen Stadt am sehenswerten Marktplatz in einer Wirtschaft erfrischen. Auch das mitterweile teilweise restaurierte Schloss bietet interessante Verweil!

 

Es geht hernach treppauf zum Quaderberg (Stoličná hora oder neuerdings Kvádrberk) und über die Rosenkämme (Růžový Hřeben) nach Hainhübel - der Binsdorfer Höhe (Kamenný vrch). Hier verlässt der ab Tetschen gemeinsam laufende Kammweg unseren Schlängelweg und wendet sich nach Rosendorf (Růžová). Wir laufen die Binsdorfer Allee (Knížecní cesta) entlang nach Elbleiten (Labská Stráně) zum Belvedere, das einen einzigartigen Höhenblick in das felsengesäumte Elbtal bietet!

 

Die Dürrkamnitzschlucht (Suchá Kamenice) geleitet uns bergab ins Elbtal und wir erreichen wenig später Herrnskretschen (Hřensko). In der Dürrkamnitzschlucht stand einmal die Krümmerbaude.

 

Einst wurde Herrnskretschen entlang der Kamitz (Kamenice), auf gleichem Wege wie zum Prebischtor durchquert. Es ging dann den Grund der Dürre Biele (Suchá Bělá) hinauf zum Klötzerbloß bzw. Kreuzwege (U Křížovatky), über die Grenze auf die Winterbergstraße, zur malerischen Kipphornaussicht und von hier wieder bergab zum Elbleitenweg.

 

Schön wäre es doch, wenn sich die Politik (Nationalparkamt), die Tourismusverbände und Gemeinden durchringen könnten, an dieser Stelle, einen früher schon bestehenden Übergang wieder zu öffnen! Denn der alternative Weg müsste sonst von Herrnskretschen über die unschöne Trasse entlang der Elbe, zusammen mit den Horden von Tank- und Billigkauftouristen nach Schmilka verlaufen - kein angenehmer Gedanke.

 

Auf dem Elbleitenweg gelangt man zum Schrammtor und hier bietet sich ein Abstecher zur famosen Schrammsteinaussicht an, die dem Wanderer die einzigartige Felslandschaft so malerisch zu Füßen legt! Man wandert nun am markanten Falkenstein vorbei zum Backofen und nach Ostrau. Mit dem historischen Aufzug gelangt man ins Elbestädtchen Bad Schandau.

 

Ab hier geht es erst mal gemütlich entlang der Elbe nach Prossen und dann wieder ansteigend auf den majestätischen Lilienstein. Von diesem steigt man in Richtung Ebenheit hinab und überquert die Elbe mittels Fähre zur Stadt Königstein. Von hier gelangt man über die Höhe nach Weißig und am Nonnenstein hinauf zum Felsplateau des Rauensteins. Auf dem Kammwege desselben wendet man sich schließlich absteigend nach Pötzscha, einer Ortschaft die der Stadt Wehlen gegenüber an der Elbe gelegen ist. Hier endete die erste Ausbaustufe des Schlängelweges. Später wurde er über die Bärensteine bis nach Pirna erweitert.

Druckversion   zuletzt bearbeitet am:  23.10.2010
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